Aktivierung der Selbstheilungskräfte

Atemtechnik und Meditation

Silat Jurus Setia Prana

 

 

 

Prana (Sanskrit, Lebensatem, Lebenshauch) ist ein indogermanischer Begriff, gehört zur Sprache der Veden und wurzelt in der über 3000 Jahre alten, klassischen indischen Kultur. Im Hinduismus bedeutet Prana allgemein Lebensenergie oder Lebenskraft und kann mit dem Chi in China oder mit dem Ki in Japan und Polynesien verglichen werden. Genauer bezeichnet der Name "Prana" nach Ramacharaka-Yogi aber auch ein universelles Prinzip; eine Kraft oder Energie, die in Form von Schwerkraft oder Elektrizität nicht nur fühl- und messbar ist, sondern nach alt-indischem Glauben, auch das Wesen aller Bewegung, der Himmelskörper und aller Formen des Lebens, aus der komplexesten realisiert. Überlieferte Schriften sprechen gleichsam von unsterblichen Bestandteilen des Körpers und meinen mit Prana (Atem) eine der höchsten Lebensenergien, die durch gezieltes Training und Übung zugänglich gemacht, kontrolliert und geleitet, werden kann.

Als fließende Energie verstanden, durchzieht die Prana-Energie den einzelnen Körper (Prana- Mikrokosmos) und das Universum (Prana-Makrokosmos), ist in der Luft, der Sonne und der Erde sowie in den Dimensionen von Zeit und Raum enthalten; sie kann real empfunden werden und bietet die Möglichkeit, durch das Erlernen spezieller Techniken, energetische Prozesse für unterschiedlichste Zwecke nutzbar zu machen. So profitieren z.B. alternative Heilmethoden seit Jahren von dem uralten Wissen und schulen die Fähigkeit, durch schmerzfreie Behandlungen, Heilung zu fördern oder zu erzeugen. Die Stärkung innerer Kräfte und des Immunsystems, das Erlangen der inneren Mitte, des persönlichen Ausgleichs und der Harmonie sind dabei nur einige wenige Erfolge, die durch das Beherrschen von Prana erzielt werden können.

Der Wirkungsbereich muss nicht auf eine Person beschränkt bleiben. Belebende Heilenergien sind projizierbar, können weitergegeben und in unbelebte Objekte abgelegt - oder über weite Distanzen geleitet - werden (Vgl.: Mary Coddington: In Search of the Healing Energy). Sie dienen zusätzlich zum Schutz, zur Unterstützung, zur Durchsetzungsfähigkeit und zur Verteidigung bzw. Selbstverteidigung in allen Lebenssituationen u.v.m..

Zur Grundlage des Prana-Gedankens gehört die Annahme, dass der menschliche Körper sowohl aus sichtbaren, sterblichen Teilen als auch aus unsichtbaren, unsterblichen Teilen besteht. Die Pewaski (Hellseher) sind in diesem Sinne überzeugt, dass sich der Mensch aus zwei Körpern, nämlich dem physischen und dem Energiekörper (d.i. der sog. bioplasmatische Körper) zusammensetzt und sprechen oftmals von einem „ätherischen Zwilling“ (Vgl.: Master Chao Kok Sui: Wissenschaft und Kunst Pranic Healing mit Energie). Der bioplasmatische Lichtenergie-Körper steht dabei in stetiger Wechselwirkung und damit in enger Verbindung mit dem physischen Körper; beide Körper beeinflussen sich also gegenseitig und lassen im Zusammenspiel das entstehen, was im Allgemeinen als „Aura“ bezeichnet werden kann und den physischen Leib mit einer durchschnittlichen Dicke von fünf Zoll umgibt.